Bis zu 7.000 € mtl. in der Pflege Zeitarbeit

Pflegekraft Gehalt netto: was am Ende wirklich bleibt

Bei 4.000 € brutto bleiben in Steuerklasse I, kinderlos und ohne Kirchensteuer etwa 2.550 € netto, also knapp zwei Drittel des Bruttos. Diese Zahl ist ein Richtwert für ein Vollzeitangebot ohne Zuschläge und ersetzt keine persönliche Lohnabrechnung.

Du hältst eine Zusage mit einer runden Bruttozahl in der Hand und fragst dich, was am Monatsende wirklich auf dem Konto landet. Genau dort kippt die Entscheidung. Gleiches Brutto kann je nach Schichtmodell, Steuerklasse und Sachbezügen sehr unterschiedliche Freizeit und einen sehr unterschiedlichen Ertrag pro Stunde bedeuten. p1medical weist die Vergütung deshalb offen aus, bevor du zusagst. So liest du dein Pflegekraft Gehalt netto als Rechnung, die du Schritt für Schritt nachvollziehst.

Inhaltsverzeichnis

Pflegekraft Gehalt netto auf einen Blick

Von 4.000 € brutto bleibt am Monatsende deutlich weniger übrig, als die runde Zahl auf dem Angebot vermuten lässt. Wie viel genau, legt erst die Abrechnung fest. Die folgende Tabelle ist ein Richtwert, keine Lohnabrechnung. Sie gilt nur unter diesen Annahmen: Steuerklasse I, kinderlos, keine Kirchensteuer, gesetzliche Krankenversicherung mit rund 2,5 % Zusatzbeitrag, Westdeutschland, Vollzeit, keine Zuschläge. Die Sozialabgaben sind mit den Arbeitnehmeranteilen gerechnet, einschließlich des halben Zusatzbeitrags von rund 1,25 % und des Kinderlosenzuschlags in der Pflegeversicherung. Bei 3.000 € Brutto liegt die Lohnsteuer bei rund 285 €, das Netto landet dann bei 2.068 €.

Brutto monatlich Sozialabgaben ca. Lohnsteuer ca. Netto ca.
3.000 € 647 € 285 € 2.068 €
3.500 € 754 € 430 € 2.316 €
4.000 € 862 € 590 € 2.548 €
5.000 € 1.078 € 920 € 3.002 €
5.500 € 1.185 € 1.110 € 3.205 €

Das Muster ist stabil. Das Netto liegt bei knapp 70 % des Bruttos am unteren Ende und rutscht bei 5.500 € auf gut 58 %, weil die Lohnsteuer mit jedem zusätzlichen Euro stärker zupackt. Die Faustregel von rund 2.700 € liegt etwas über dem berechneten Wert von 2.548 € für 4.000 € brutto und taugt nur als grobe Orientierung.

So prüfst du dein eigenes Angebot in drei Schritten. Nimm das angebotene Monatsbrutto. Suche die passende Zeile. Gleiche danach Steuerklasse und Krankenkasse mit deinen echten Merkmalen ab, bevor du die Zahl als Zusage liest.

Richtwert bleibt Richtwert: Zwei Menschen mit demselben Brutto können unterschiedliche Nettos haben, sobald ein Kind, Kirchensteuer oder ein anderer Zusatzbeitrag ins Spiel kommt.

Ein einheitliches Deutschland-Netto gibt es nicht, weil Steuerklasse, Kinderfreibeträge, Kirchensteuer, Krankenversicherung und Zuschläge jedes Mal anders wirken. Für die Einordnung zählt zuerst das amtliche Brutto. Nach Destatis verdienten Vollzeitbeschäftigte in Gesundheits- und Pflegeberufen im April 2024 durchschnittlich 4.048 € brutto im Monat, ohne Sonderzahlungen, gegenüber 2.829 € im April 2014, ein Plus von 1.219 € oder rund 43,1 %. Fachkräfte in der Altenpflege lagen 2024 im Mittel bei 4.228 €, in der Gesundheits- und Krankenpflege bei 4.310 €.

Die Tabelle kann drei Dinge nicht abbilden.

  • Zuschläge: Nacht, Sonntag und Feiertag verändern die Auszahlung, oft günstiger als das Grundgehalt.
  • Überstunden: Sie erhöhen das Brutto, werden aber voll besteuert und mit Beiträgen belegt.
  • Dienstwagen und andere Sachbezüge: Sie können das zu versteuernde Einkommen anheben, obwohl kein extra Bargeld fließt.

Genau deshalb trägt das Monatsnetto allein keine Entscheidung. Teile es durch die geleisteten Stunden, und zwei Angebote mit identischem Brutto können sich je nach Schichtmodell und Sachbezügen deutlich unterscheiden.

So setzt sich dein Nettogehalt zusammen

Brutto ist die ganze Torte, die der Arbeitgeber finanziert. Netto ist das Stück, das bei dir ankommt. Staat und Versicherungen schneiden ihre Stücke vorher ab. Bei einem Beispiel von 3.300 € siehst du den Weg in einem Bild.

Eine Infografik erklärt die Abzüge vom Bruttogehalt bis zum Nettoverdienst bei einem Gehalt von 3300 Euro.

Die Abzüge in der Reihenfolge der Abrechnung

1. Sozialversicherung. Zuerst geht der Arbeitnehmeranteil weg. Zur Rentenversicherung fließen 9,3 %, zur Arbeitslosenversicherung 1,3 %, zur Krankenversicherung 7,3 % plus dein individueller Zusatzbeitrag, zur Pflegeversicherung 1,8 %. Kinderlose zahlen auf die Pflegeversicherung zusätzlich 0,6 %. Diese Sätze sitzen auf dem Brutto, bis eine Beitragsbemessungsgrenze greift.

2. Lohnsteuer. Sie ist progressiv. Jeder zusätzliche Euro im oberen Bereich wird stärker belastet als die ersten Euro. Steuerklasse I bis VI macht bei gleichem Brutto einen spürbaren Unterschied. Bei 4.000 € fällt die Lohnsteuer in Steuerklasse III deutlich niedriger aus als in Steuerklasse V, das Netto liegt entsprechend höher. Deshalb steht die Steuerklasse fest, bevor du irgendetwas rechnest.

3. Kirchensteuer. Sie fällt nur an, wenn du Mitglied bist, und beträgt meist 8 oder 9 % der Lohnsteuer, je nach Bundesland. Wer nicht in der Kirche ist, lässt dieses Feld leer.

4. Solidaritätszuschlag. Bei einem typischen Pflegegehalt fällt er in der Regel nicht an. Trotzdem steht er auf manchen Abrechnungen als eigene Zeile mit 0 €. Das ist kein Fehler, sondern die Prüfung, ob die Freigrenze überschritten ist.

Der Grundfreibetrag lässt einen unteren Teil des Jahreseinkommens unversteuert. Die Vorsorgepauschale zieht einen pauschalen Teil der Sozialbeiträge vom zu versteuernden Einkommen ab, damit du denselben Euro nicht doppelt belastest. Zusatzbeiträge und Beitragsbemessungsgrenzen ändern sich jährlich. Nimm immer den aktuellen Stand deiner Kasse, nicht eine alte Abrechnung aus dem Vorjahr.

Deine Lohnabrechnung in vier Griffen

Suche auf der Abrechnung das Brutto. Notiere jeden Abzug einzeln, nicht als eine Summe. Addiere die Abzüge und vergleiche sie mit der ausgewiesenen Summe. Kontrolliere am Ende das Netto gegen den Überweisungsbetrag. Wenn eine Zeile nicht aufgeht, liegt die Ursache fast immer bei Steuerklasse, Kinderfreibetrag oder einem Sachbezug, nicht bei einem Tippfehler.

Für ein Angebot, das du noch nicht unterschrieben hast, legst du dieselben vier Griffe in einen Rechner. Unser Brutto-Netto-Rechner für die Pflege trennt Grundgehalt und persönliche Merkmale, damit du die Faustregel an deinem Fall prüfst.

Tarifstufen und Gehaltsrahmen als Brutto-Maßstab

4.048 € steht in der Statistik, 3.510,30 € in der Tariftabelle, 20,50 € im Mindestlohn. Drei Zahlen, drei verschiedene Maßstäbe, und keine davon sagt dir, was auf deinem Konto ankommt. Bevor du aus einer Stufe ein Auszahlungsversprechen machst, musst du wissen, welchen Maßstab du gerade in der Hand hältst.

Maßstab Brutto monatlich Einordnung
TVöD-P7, je nach Erfahrungsstufe 3.510,30 € bis 4.305,40 € Examinierte Fachkraft im öffentlichen Dienst
TVöD-P8, z. B. Praxisanleitung 3.701,21 € bis 4.488,98 € Höhere Anforderungen
Gesundheits- und Pflegeberufe, Vollzeit (April 2024) 4.048 € Mittelwert ohne Sonderzahlungen
Altenpflege, Fachkräfte (April 2024) 4.228 € Mittelwert
Gesundheits- und Krankenpflege (April 2024) 4.310 € Mittelwert
Pflegemindestlohn Pflegefachkraft ab 1. Juli 2025 20,50 € pro Stunde, rechnerisch ca. 3.466 € bei 39 Std. Untergrenze, kein Durchschnitt

Die TVöD-P-Tabelle setzt für examinierte Fachkräfte in P7 je nach Erfahrungsstufe 3.510,30 € bis 4.305,40 € an, in P8, etwa bei Praxisanleitung oder besonders schwierigen Tätigkeiten, 3.701,21 € bis 4.488,98 €. Eine Tarifstufe funktioniert wie ein Lineal: Sie misst das Brutto, nicht das Netto. Zwei Menschen mit identischem P7-Brutto können unterschiedliche Auszahlungen haben, weil Steuerklasse, Kirchensteuer, Kasse, Kinder und Bundesland mitrechnen.

Die Mittelwerte von April 2024 zeigen, wo Vollzeit im Schnitt lag, ohne Sonderzahlungen. Sie liegen über der unteren P7-Stufe und sagen trotzdem nichts über deine Stufe aus.

Der Pflegemindestlohn ist der dritte Maßstab und markiert nur die Untergrenze. Die Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums vom August 2023 begründet die Entwicklung für Pflegefachkräfte von 17,65 € je Stunde auf 19,50 € zum 1. Mai 2024. Zum 1. Juli 2025 stieg der Satz auf 20,50 €. Bei 39 Wochenstunden ergibt das rechnerisch etwa 3.466 € brutto, vor Steuern und Beiträgen. Das ist nicht das typische Einkommen examinierter Fachkräfte. Für qualifizierte Hilfskräfte und Hilfskräfte gelten niedrigere Sätze, und außerhalb der Pflegeverordnung kann der allgemeine Mindestlohn gelten.

So liest du ein Angebot gegen diese drei Maßstäbe. Bestimme deine Entgeltgruppe aus Qualifikation und Aufgabe, nicht aus der Überschrift der Stellenanzeige. Zähle die Erfahrungsjahre, die der Tarif anrechnet. Lege dein Brutto neben den passenden Maßstab und teile es durch deine vertraglichen Stunden, denn dasselbe Monatsbrutto verteilt sich bei einem Vollzeitmodell mit mehr Wochenstunden auf weniger Ertrag je Stunde. Weicht das Angebot nach unten ab, frag nach Zulagen oder übertariflicher Zahlung, statt die Differenz als Fehler zu lesen.

Vergleiche nie Vollzeit mit Teilzeit und nie Altenpflege mit Krankenpflege, ohne das Etikett daneben zu schreiben. Sonst hältst du einen höheren Mittelwert für ein besseres Angebot, obwohl nur der Beruf oder die Stundenzahl anders ist. Wie sich Stufen im öffentlichen Dienst aufbauen, steht im Überblick zum Tarifvertrag öffentlicher Dienst.

Zuschläge, Überstunden und Sachbezüge richtig einordnen

Dieselben 500 € mehr auf dem Papier können auf dem Konto sehr unterschiedlich ankommen. Der Unterschied liegt nicht in der Höhe, sondern in der Art des Bestandteils.

Bestandteil Richtwert Netto-Wirkung
Nachtzuschlag 25 % des Stundenlohns Steuer- und beitragsbegünstigt im gesetzlichen Rahmen
Sonntagszuschlag 50 % des Stundenlohns Steuer- und beitragsbegünstigt im gesetzlichen Rahmen
Feiertagszuschlag 125 % des Stundenlohns Steuer- und beitragsbegünstigt im gesetzlichen Rahmen
Bezahlte Überstunden Laut Vertrag Voll steuer- und beitragspflichtig
Dienstwagen zur Privatnutzung 1 % des Listenpreises monatlich Geldwerter Vorteil erhöht das zu versteuernde Einkommen

Warum 500 Euro nicht 500 Euro sind

Nacht, Sonntag und Feiertag werden in vielen Pflegeverträgen mit 25 %, 50 % und 125 % des Stundenlohns angesetzt. Halten sie die gesetzlichen Vorgaben ein, sind sie steuer- und beitragsbegünstigt. Ein Großteil von 500 € Nachtzuschlag kann deshalb nahezu unverändert ankommen. Bezahlte Überstunden von 500 € laufen dagegen voll durch Lohnsteuer und Sozialversicherung. Der Nettozuwachs ist spürbar kleiner, obwohl das Brutto gleich hoch ist.

Fachweiterbildungs- und Funktionszulagen gehören zum steuerpflichtigen Grundentgelt. Sie heben die Basis, sie sind kein begünstigter Zuschlag. Einmalzahlungen wie ein Jahresbonus wirken im Auszahlungsmonat oft stärker belastet, weil sie auf das laufende Brutto draufgerechnet werden.

Beim Dienstwagen zur Privatnutzung setzt die 1-%-Regel monatlich 1 % des Bruttolistenpreises als geldwerten Vorteil an, plus 0,03 % je Kilometer zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte. Du bekommst kein extra Bargeld, aber das zu versteuernde Einkommen steigt. Eine Unterkunft, die der Arbeitgeber stellt, kann ähnlich wirken. Deshalb rechnest du Sachbezüge gegen das Bargehalt, nicht obendrauf.

Sobald das Einkommen eine Beitragsbemessungsgrenze erreicht, steigen bestimmte Beiträge nicht mehr mit jedem zusätzlichen Euro. Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit weist bei sehr hohen Verdiensten deshalb teils kein konkretes Medianentgelt aus, sondern ein Überschreiten der Grenze von 8.050 €, in West wie in Ost. Mehrverdienst bleibt steuerpflichtig, die zusätzliche Belastung durch Renten-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung kann begrenzt sein. Die Pflegeversicherung folgt eigenen Regeln. Die Formel „Netto gleich Brutto minus pauschal X Prozent“ wird an dieser Stelle unzuverlässig.

Zwei Zeilen reichen als Prüfung, bevor du ein Angebot annimmst.

  • Getrennt ausweisen: Grundgehalt, Zuschläge, Überstunden, Zulagen und Sachbezüge stehen jeweils für sich.
  • Einzeln modellieren: Jeden Bestandteil mit seiner eigenen Steuer- und Beitragswirkung rechnen, nicht als einen Topf.

Wie Nacht, Wochenende und Feiertag in der Praxis aufgeschlagen werden, zeigt die Übersicht zu Schichtzulagen.

Arbeitsmodelle vergleichen nach Netto je Stunde

Ein höheres Monatsnetto kann weniger Ertrag je Zeit bedeuten, wenn du dafür mehr Stunden arbeitest. Die Formel macht das sichtbar. Netto je Stunde ist das Monatsnetto geteilt durch Wochenstunden mal 4,33. Die 4,33 stehen für die durchschnittlichen Wochen eines Monats, damit du nicht mit vier glatten Wochen rechnest und den Monat zu kurz machst.

Vergleich von Netto-Stundenlohn zwischen Vollzeit und Teilzeit basierend auf Arbeitsstunden und monatlichem Nettoeinkommen in einer Infografik.

Ein Beispiel mit denselben Annahmen wie in der Brutto-Netto-Tabelle. 3.500 € bei 39 Stunden ergeben rund 2.316 € netto. Geteilt durch 39 mal 4,33, also etwa 169 Stunden, sind das rund 13,70 € je Stunde.

Modell Wochenstunden Brutto (Beispiel)
Vollzeit nach Tarif 39 3.500 €
Classic-Modell, übertariflich 35 3.800 €
Teilzeit 30 2.600 €

Das Classic-Beispiel mit 35 Stunden und 3.800 € brutto liegt nach derselben Abzugslogik bei etwa 2.450 € netto. Auf rund 152 Stunden sind das etwa 16,15 € je Stunde. Teilzeit mit 30 Stunden und 2.600 € brutto liegt grob bei 1.860 € netto und etwa 14,30 € je Stunde. Das kürzere Modell kann je Stunde mehr bringen als die längere Vollzeit, obwohl das Monatsnetto niedriger ist.

Das 17/13-Modell ist ein Dienstplan mit festem Rhythmus. Sein Brutto folgt nur aus dem konkreten Vertrag und dem Plan. Ohne diese Daten bleibt jede Netto-Zelle leer. Sobald Wochenstunden und Brutto feststehen, rechnest du dieselben drei Größen nach.

Der Entgeltatlas führt Ausbildung, Altenpflege und akademische Pflege getrennt und arbeitet mit sozialversicherungspflichtigen Bruttoentgelten. Individuelle Zulagen und Vertragsmodelle bildet er nicht vollständig ab. Ein höheres ausgewiesenes Brutto bedeutet deshalb nicht automatisch ein proportional höheres Netto, wenn der Mehrverdienst aus steuerpflichtigen Überstunden, einer ungünstigen Steuerklasse oder Sachbezügen besteht. Planbare begünstigte Zuschläge oder eine kürzere Woche können das Verhältnis von Einkommen zu Freizeit verbessern, ohne dass das Jahresbrutto maximal ist. Amtliche Werte mit Datenstand 2025 hinken zudem neuen Vergütungsmodellen hinterher.

Stell drei Größen nebeneinander, nicht nur das Monatsnetto. Das Monatsnetto zeigt, was zum Leben da ist. Das Jahresnetto, hier zwölf mal das Monatsnetto ohne Sonderzahlung, zeigt die Jahressumme. Das Netto je tatsächlich geleisteter Stunde zeigt den Ertrag deiner Zeit. Separat bewertest du Region, Fachweiterbildung, Schichtanteil, Dienstwagen oder Unterkunft und eine garantierte Mindestvergütung.

Mehr Brutto ist kein Beweis für mehr Ertrag je Stunde. Erst die Division durch die echten Stunden zeigt, welches Modell deine Zeit besser bezahlt.

So entscheidest du nach Lage.

  • Geld maximieren: Du vergleichst das Netto je Stunde, nicht die größte Monatszahl.
  • Erholung gewichten: Du gibst freien Tagen dasselbe Gewicht wie dem Eurobetrag.
  • Vertrag abwarten: Beim 17/13-Rhythmus rechnest du erst, wenn Stunden und Brutto schriftlich stehen.

Welche Wochenmodelle sich daraus bauen lassen, steht bei den flexiblen Arbeitszeitmodellen in der Pflege.

Netto im Gehaltsgespräch verhandeln und Angebot prüfen

Der häufigste Fehler im Gespräch ist, nur über das Brutto zu verhandeln. Am Monatsende zählt das Netto, und zwar im Verhältnis zu den Stunden, die du wirklich arbeitest.

Eine Pflegekraft und ein Berater im Anzug besprechen gemeinsam wichtige Unterlagen an einem hellen Holztisch.

Sechs Schritte vor dem Ja

Lege zuerst dein Netto-Ziel fest und schreibe die Wochenstunden daneben. Ein Ziel ohne Stunden lässt sich später mit Mehrarbeit füllen, ohne dass die Zahl steigt.

Übersetze deine Brutto-Forderung in Netto und prüfe das Ergebnis mit deiner Steuerklasse und deiner Krankenkasse. Ein Rechner, der eine fremde Klasse annimmt, verschiebt die Zusage um mehrere hundert Euro.

Lass Zuschläge, Überstunden und Fachweiterbildungszulagen als eigene Posten im Angebot stehen. Ein zusammengezogener „Gesamtbrutto“-Satz versteckt, welcher Teil begünstigt ist und welcher voll belastet wird.

Rechne Dienstwagen, Unterkunft oder andere Sachbezüge gegen das Bargehalt. Sie können das steuerpflichtige Einkommen ändern, auch wenn sie sich im Alltag praktisch anfühlen.

Frage nach einer vertraglich zugesicherten Mindestauszahlung, also einer Netto-Garantie, und kläre die Bedingungen. Welche Steuerklasse gilt, was passiert bei Kinderfreibetrag, und welche Zuschläge zählen in die Garantie hinein.

Vergleiche zum Schluss über das Netto je Stunde. Dieselbe Formel wie beim Modellvergleich entscheidet, welches Angebot deine Zeit besser bezahlt.

Ein klarer Satz im Gespräch kann so lauten. „Ich erwarte bei 35 Wochenstunden ein Netto von rund 2.570 €, ohne Abzüge für Sachbezüge.“ Danach lässt du dir die Gegenrechnung zeigen, statt eine runde Bruttozahl zu akzeptieren.

Wie du Forderung, Zeitpunkt und Belege aufbaust, ohne die Sache persönlich werden zu lassen, steht in den Tipps zur Gehaltsverhandlung.

Angebot in acht Punkten prüfen

Geh ein konkretes Schreiben Posten für Posten durch.

  • Brutto je Vollzeit-Äquivalent: Steht die Zahl für 39 Stunden oder schon für eine kürzere Woche?
  • Schichtanteil: Wie viele Nächte, Sonntage und Feiertage sind realistisch, nicht nur möglich?
  • Steuerklasse: Ist sie im Netto-Beispiel genannt oder still vorausgesetzt?
  • Getrennte Zuschläge: Siehst du Sätze und Stunden, nicht nur eine Pauschale?
  • Sachbezüge: Ist ein Dienstwagen oder eine Unterkunft als geldwerter Vorteil gerechnet?
  • Vertragsart: Befristung, Überlassung oder direkte Anstellung ändern die Sicherheit, nicht nur den Euro.
  • Laufzeit: Von wenigen Wochen bis zu vielen Monaten ändert sich, wie planbar das Jahresnetto ist.
  • Fortbildung: Zählen Weiterbildungen als vergütete Zeit oder als Privatstunde?

Ein kurzes Gespräch macht diese acht Punkte greifbarer als ein weiteres PDF. So kann ein festes Gegenüber die Posten mit dir durchgehen.

Bei p1medical liegt das Brutto für eine vermittelte Gesundheits- und Krankenpflegekraft typischerweise zwischen 3.500 € und 5.500 € im Monat, je nach Erfahrung und Einsatzort. Wir zahlen über dem TVöD und bieten einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit vollem Versicherungsschutz und den sozialen Leistungen. Die Spanne ist eine Unternehmensangabe und wird im konkreten Angebot geprüft, nicht als pauschales Netto versprochen. Persönliche Ansprechpartner sitzen in Baden-Baden, Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Frankfurt und Leipzig.

Fordere ein Angebot mit Netto-Beispiel für dein Profil an und vereinbare das Gespräch. Bring Steuerklasse, gewünschte Wochenstunden und die Frage mit, ob Zuschläge und Sachbezüge getrennt stehen. Dann siehst du vor der Zusage, was vom Pflegekraft Gehalt netto wirklich bleibt.


Personal 1 Personalservice GmbH stellt Pflegefachkräfte unbefristet ein, weist Brutto, Zuschläge und ein Netto-Beispiel vor der Zusage offen aus und zahlt über dem TVöD. Wenn du wissen willst, welches Netto zu deinen Stunden, deiner Steuerklasse und deinem Einsatz passt, hol dir ein unverbindliches Informationsgespräch. Besuch Personal 1 Personalservice GmbH und sichere dir ein Angebot, das zu Qualifikation und Lebenssituation passt.